Gin Herstellung: So sieht der Prozess aus

Gin Herstellung: So sieht der Prozess aus

Viele Menschen trinken gern Gin. Nicht umsonst ist die Wacholderspirituose seit Jahren auf dem Vormarsch. Doch wie wir das beliebte Getränk eigentlich hergestellt? Schauen wir uns die Gin Herstellung einmal genauer an.

Die Bestandteile und Zutaten von Gin

Ganz allgemein gesprochen besteht Gin aus mindestens zwei Zutaten: Alkohol und Wacholderbeeren. Das ist auch laut EU Spirituosenverordnung so festgelegt.

Um sich geschmacklich abzuheben werden aber noch fleißig Botanicals (Gewürze und Aromen) hinzugefügt. Sonst würde ja jeder Gin gleich schmecken.

Insgesamt lässt sich Gin dabei in verschiedene Kategorien teilen:

Wacholderbetonte Gins

Die Wacholdernote steht im Vordergrund und wird meist mit Zitrusnoten und Koriander abgerundet.

Zitrusbetonte Gins

Durch den Einsatz der Schalen von frischen Zitrusfrüchten erhält dieser Gin seine besondere Note. Der Wacholder rückt dabei in den Hintergrund.

Würzige Gins

Hier kommen Gewürze zum Einsatz die dem Gin ein würziges Aroma verleihen. Beliebt sind vor allem Pfeffer, Zimt oder Kardamom in allen Varianten.

Florale Gins

Wird bei der Herstellung neben Wacholder noch Holunder oder Lavendel verwendet, sorgt das im Endprodukt für eine angenehme florale Note.

Wie viele Zutaten bei der Gin Herstellung?

Im Schnitt finden sich in einem Gin ca. 20 verschiedene Zutaten. Es gibt natürlich Sorten die auf deutlich mehr bauen (Monkey 47 mit 47 verschiedenen Botanicals oder The King Gin mit über 50 Botanicals), doch auch Sorten mit weniger Zutaten erfreuen sich großer Beliebtheit. Ein gutes Beispiel ist der R(h)ein Gin aus Düsseldorf oder der MOORGIN aus dem Kolbermoor. Bei diesen besonderen Sorte wird nämlich nur Alkohol und Wacholder für die Herstellung verwendet. Das Aroma entsteht durch die unterschiedlichen Wacholdersorten.

Die Gin Herstellung in 4 Schritten

Die Herstellung von Gin kann nicht einfach so über einen Kamm geschert werden. Unterschiedliche Herstellungsmethoden führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Trotzdem kann die Herstellung in etwa in vier Schritte geteilt werden:

Schritt 1: Mazeration

Im ersten Schritt der Gin Herstellung werden verschiedene Gewürze in Alkohol eingelegt. Dieser zieht dann die entsprechenden Aromastoffe aus den Botanicals.

Schritt 2: Destillation

Hier wird das Wasser vom Alkohol getrennt. Das ist im Grunde ganz einfach, denn das Gemisch wird lediglich erhitzt. Die aromatisierten Dämpfe des Alkohols steigen auf und werden durch eine gekühlte Spirale geleitet. Das Ergebnis: Gin mit einem Alkoholgehalt von etwa 96% vol.

Schritt 3: Lagerung

Eigentlich muss Gin überhaupt nicht gelagert werden. Trotzdem verzichten viele Hersteller nicht auf die Lagerung und gönnen ihrem Gin etwas Ruhe. Dabei lagert der Gin meist zwischen zwei und sechs Wochen. Wichtig ist es, den Gin in Behältern zu lagern die keine eigenen Aromastoffe abgeben. Besonders beliebt sind dafür Glasballons oder Stahltanks.

Schritt 4: Abfüllung

Im letzten Schritt wird der Gin für den Verkauf und Genuss in Flaschen abgefüllt. Dabei muss er jedoch noch auf Trinkstärke gebracht werden. Immerhin wollen wir keinen Gin mit 96% kaufen. Das geschieht in einem ganz einfachen Schritt: Der Gin wird mit Wasser verdünnt. Wie viel verwendet wird hängt vom Brenner ab. Gin muss jedoch, laut EU Spirituosenverordnung, mindestens 37% vol. aufweisen.



Fazit: Die Variation der Gin Herstellung

Dadurch, dass sich Gin bei der Herstellung an so vielen kleinen Stellschrauben verändern lässt gibt es eine Vielzahl an Gin Herstellern. Es kommt genau auf die Botanical Anzahl und Auswahl an, welche Aromen der Gin am Ende haben soll. 

In manchen Destillerien kann sogar eigener Gin gebrannt werden. 

Schreib uns doch mal in die Kommentare, nach was dein eigener Gin am liebsten schmecken sollte.  

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