Gin Botanicals – was kommt alles rein?

Gin Botanicals – was kommt alles rein?

Wer sich mit Gin auseinandersetzt wird immer wieder auf das Wort Botanicals stoßen. Doch was sind Botanicals und warum sind diese so wichtig für den Gin?

Botanicals sind, in der ganz einfachen Übersetzung des Wortes, die Gewürze und Aromen die dem Gin ihren jeweiligen Geschmack geben.

Botanicals werden während der Destillation dem Gin beigegeben und nach entsprechender Zeit wieder entfernt. Hier hat jeder Gin sein eigenes Rezept, was die große Vielfalt an total unterschiedliche riechenden und schmeckenden Gins macht.

Ein Botanical, welches in jedem Gin enthalten sein muss ist Wacholder

Als wichtigstes Botanical muss dieses daher an erster Stelle hier genannt werden. Ohne Wacholder, kein Gin. So einfach ist das. Die Beigabe verschiedener Botanicals ist je nach Sorte streng limitiert.

Die beliebtesten Botanicals

Wacholder ist immer mit dabei. Verschiedene Sorten können den Geschmack schon von Grund auf verändern. In den meisten Gin finden sich auch verschiedene Zitrusschalen. 

Dabei sind Zitronen, Limetten, Grapefruit oder Orangen als Schale oder ganze Frucht immer mit dabei. 

Ebenfalls sehr beliebt sind pfeffrige Gewürze wie Koriander oder Paradieskörner, um dem Gin die entsprechende Balance zu geben.



Viel hilft viel?

Wie viele Botanicals den Weg in den Gin finden bleibt ganz dem Hersteller überlassen. Dabei reicht die Spanne von nur drei im Madame Geneva Gin Blanc bis hin zu über 50 im The King Gin.

Botanicals sind daher für Hersteller das Mittel, ihr Produkt von anderen abzugrenzen und den Markt zu erobern. Den Ideen sind dabei kaum Grenzen gesetzt und immer neue und immer ausgefallenere Varianten kommen zum Vorschein.

Der Superstar: Wacholder

Nicht umsonst ist der Gin als Wacholderschnaps bekannt. Ohne die Beeren des Wacholderstrauches würde es keinen Gin geben. Bei den klassischen Gin Sorten wie dem London Dry Gin oder dem Dry Gin steht die Wacholdernote auch noch immer im Vordergrund. Bei neueren Kreationen rückt sie mehr zur Seite und andere Aromen spielen die Hauptrolle.

Tipps für wacholder-betonte Gins

Stark wachholder-betonte Gins sind zum Beispiel:

  • The Duke Gin
  • Windspiel Dry Gin
  • The Botanist Gin
  • Gansloser Black Gin

Einen tieferen Einblick in die unterschiedlichen Gin Sorten bekommst du in diesem Blog-Beitrag.

Der Sidekick: Koriander

Zwar nicht vorgeschrieben, trotzdem (fast) immer mit dabei. In so gut wie jedem Gin findet sich Koriander. Der Grund dafür ist einfach: Koriander harmoniert geschmacklich sehr gut mit Wacholder und bietet sich daher perfekt an.

Diese aromatische Exzellentes hat seinen Ursprung in den chemischen Verbindungen. Die enthaltenen Moleküle sind ebenso Bestandteil in vieler anderer Botanicals. Das macht das Gewürz so vielseitig zum Mischen.



Fruchtig, Würzig, Herb, Floral – was darfs denn sein?

Je nach Geschmack können dir bereits vor dem Tasting einige Gins mehr zusagen, als andere.

Tipps für fruchtige Gins

Möchtest du einen fruchtigen Geschmack lohnt es sich auf Zitronen und Orangen (Schale und Saft, selten die ganze Frucht) zu setzen. Aber auch weitere Zitrusfrüchte wie Pomeranze, Mandarine oder Grapefruit kommen in vielen Gin Sorten zum Einsatz.

Beispiele für zitronige Gins sind:

  • Gin Sul
  • Illusionist Gin
  • The King Gin
  • The Duke Gin
  • Monkey 47
  • Ferdinands Saar Dry Gin
  • Siegfried Gin
  • Bobby’s Schiedman Dry Gin

Tipps für würzige Gins

Für ausreichend Würze dürfen natürlich Ingwer, Pfeffer, Zimt und/oder Kardamom nicht fehlen. Auch speziellere Formen wie z.b. Sternanis, Kreuzkümmel, Fenchel oder Nelken sorgen für einen pikanten Trinkgenuss.

Beispiele für würzige Gins sind:

  • Bombay Sapphire Gin
  • Elephant Gin
  • Boar Gin
  • Bulldog Gin

Tipps für florale Gins

Bei einem blumigen und ausgeglichenen Gin sorgen oftmals florale Zugaben für einen weichen Geschmack. Zu nennen sind hier Lavendel, Rosmarin, Holunder oder andere Blüten, die vermehrt zum Einsatz kommen.

Beispiele für blumige und florale Gins sind:

  • Hendrick’s Gin
  • Ferdinand Saar Dry Gin
  • Geranium Gin
  • Feel Munich Gin

Tipps für kräutrige Gins

In den meisten Gins stecken auch Kräuter und Wurzeln, die eine interessante Geschmacksnote mitsichbringen enthalten. Die Brennmeister greifen oftmals zu Thymian, Bärwurz und Koriander, aber auch Oregano, Nelke oder Angelika sind beliebt.

Beispiele für Gins mit einer Kräuternote sind:

  • Gin Mare
  • Granit Bavarian Gin
  • Sabatini Gin

Tipps für extravagante Gins

Ein interessantes und erstaunlich häufig eingesetztes Botanical ist Lakritze. Sie sorgt für einen etwas bitteren Unterton, drängt sich aber nicht in den Vordergrund. Ebenfalls beliebt sind Mandeln, die für einen nussigen und feinherben Geschmack sorgen.

Beispiele für extravagante Gins sind:

  • MOM Gin


Jetzt ist deine Expertise gefragt. Welchen Gin empfiehlst du für welchen Geschmack? Schreib es uns in die Kommentare.

Schon im Gin Club?

Trage dich kostenlos ein und erhalte Zugang zum exklusiven Shop und weiteren Vorzügen für Freunde und Gin Freunde.
Jetzt eintragen

Noch keine Kommentare vorhanden.

Was denkst du?